Und morgen? Sollte da nur noch der produzieren können, der Computer hatte? Waren sie der Produktionsfaktor der Zukunft? Seit Mitte der sechziger Jahre hatte sich der Vormarsch der neuen Technologien auf breiter Front angekündigt. Doch leisten konnte sich die Elektronische Datenverarbeitung, die EDV, nur, wer groß und kapitalstark war. Der Rest war auf Service-Rechenzentren angewiesen.
An deren Dienste dachte auch die DATEV, als sie am 26. Februar 1966, zwölf Tage nach ihrer offiziellen Gründung, in der Dahlmannstraße 7 ihren Betrieb aufnahm. Der Nürnberger Steuerbevollmächtigte Joachim Mattheus hatte seine Kanzlei als erste Adresse zur Verfügung gestellt. Die kleine Genossenschaft wurde Kunde des IBM Service-Rechenzentrums in Nürnberg. 6,5 Pfennig pro Buchungszeile hatten sie vereinbart. Zu diesem Basispreis verarbeitete IBM für die 65 Gründungsmitglieder Lochkarten und Lochstreifen zu Journalen, Konten sowie Summen- und Saldenlisten.
So war die Situation in den Anfangstagen der DATEV. Es war nur ein kleiner Auftrag für den Computergiganten, doch ein großer Schritt für den steuerberatenden Beruf. Er führte geradewegs in eine für freie Berufe bislang undenkbare Form der Rationalisierung der Berufsarbeit.
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